Chinesischer Kalender

Bei dem chinesischen Kalender handelt es sich um einen sogenannten Lunisolarkalender. Der Name Lunisolarkalender kommt von den lateinischen Wörtern „luna“ und „sol“. Luna steht für Mond und Sol für die Sonne. Ein derartiger Kalender orientiert sich sowohl an dem Verlauf der Sonne als auch an dem Lauf des Mondes. Der Sonnenzyklus ist dabei für die Jahre verantwortlich und der Mondzyklus für die Monate. Ein Lunisolarkalender ist nach astronomischen Ereignissen und nicht durch arithmetische Regeln festgelegt.

Der chinesische Kalender zählt zu den bekanntesten Lunisolarkalendern. In China wird er benutzt um Festtage zu berechnen, offiziell wird allerdings auch in China der gregorianische Kalender, also unser bekanntes Kalendersystem, benutzt.

In China ist der Lunisolarkalender seit 1645 bekannt. Seit 1912 gilt offiziell der gregorianische Kalender in China, dennoch hat er den Mondkalender (Lunisolarkalender) nicht verdrängt. Auch heute noch wird er verwendet und hat eine ganz bestimmte Tradition in China. Der Lunisolarkalender beruht auf ganz bestimmten Regeln, so beginnt der Tag beispielsweise immer um Mitternacht und der Neumond fällt nach dem Kalender immer auf den allerersten Tag eines jeden Monats. Nach dem Mondkalender dauert ein Erdumlauf etwa 354 Tage, nach dem Sonnenkalender sind es bekanntlich 365 Tage. Aus diesem Grund gibt es im chinesischen Kalender gewisse Schalttage um die Differenz auszugleichen. Der Kalender beruht auch nicht auf gemittelten Werten, sondern auf den exakten Kommawerten die regelmäßig schwanken, deshalb gestaltet sich die Berechnung des chinesischen Kalenders äußerst schwierig.



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